Schutzkonzept und Prävention
Innerhalb der Kirchengemeinde pflegen wir eine offene und ehrliche Kultur der Wertschätzung.
Wir fördern einen offenen und kritischen Umgang mit dem „Themenkomplex sexualisierte Gewalt“.
Wir erarbeiten derzeit ein Schutzkonzept mit Bausteinen, die dazu beitragen, dass sexualisierte Gewalt innerhalb der Kirchengemeinde Stellingen möglichst verhindert wird.
Verhaltenskodex der Kirchengemeinde Stellingen
In unserem Verhaltenskodex stehen Regeln,
wie wir in unserer Gemeinde miteinander umgehen möchten.
Neben unserer Beziehung zu Gott sind die Beziehungen zwischen Menschen wichtig.
Diese Beziehungen sollen niemandem schaden.
Darum gelten für uns folgende Regeln:
- Ich begegne anderen Menschen freundlich und respektvoll. Goldene Regel: Ich behandle andere so, wie ich selbst behandelt werden möchte. Ich höre zu, nehme ernst und lasse ausreden.
- Ich spreche Dinge, die mich stören, offen und ruhig an. Ehrliche und höfliche Kommunikation hilft, Konflikte zu lösen.
- Ich füge niemandem körperliche oder seelische Gewalt zu. Seelische Gewalt bedeutet zum Beispiel: jemanden beleidigen, ausgrenzen, lächerlich machen, bedrohen, erpressen oder mit Worten Angst machen.
- Ich achte auf Grenzen – meine eigenen und die der anderen. Jeder Mensch empfindet Nähe und persönliche Grenzen unterschiedlich. Deshalb fasse ich niemanden ohne Einverständnis an und mache keine verletzenden Bemerkungen über Körper oder Sexualität anderer.
- Ich unterstütze andere, wenn sie schlecht behandelt werden. Wir passen aufeinander auf.
- Ich sage „Stopp“, wenn mir etwas unangenehm ist, und ich respektiere, wenn andere „Stopp“ sagen.
- Ich hole Hilfe, wenn mir etwas komisch vorkommt oder ich mich unwohl fühle.
Ich bleibe nicht alleine damit und weiß, dass es nie meine Schuld ist, wenn jemand meine Grenzen verletzt.
Verfahren bei Fällen
Wer von sexualisierter Gewalt betroffen ist, ausgeübt durch haupt- oder ehrenamtlich Mitarbeitende, kann sich an verschiedene Fachstellen wenden.
Wer Kenntnis von einem Vorfall oder einen Verdacht auf sexualisierte Gewalt durch haupt- und/oder ehrenamtliche Mitarbeitende hat, bezieht die unabhängige meldebeauftragte Person des Kirchenkreises Hamburg-West/Südholstein ein.
Fachstelle Prävention und Intervention des Kirchenkreises:
Frederike von Geisau – Präventionsbeauftragte Person (Derzeit in Elternzeit)
Telefon: 040 558 220-527
E-Mail: frederike.vongeisau@kirchenkreis-hhsh.de
Inna Avdeeva – Interventionsfachkraft
Telefon: 040 558 220-571 oder
E-Mail: Inna.Avdeeva@kirchenkreis-hhsh.de
Nicole Schumann – Assistenz
Telefon: 040 558 220-526
E-Mail: nicole.schumann@kirchenkreis-hhsh.de
Funktionspostfach: praevention@kirchenkreis-hhsh.de
Unabhängige meldebeauftragte Person:
Anaïs Abraham
Telefon: 0173 2 598 282
E-Mail: umP@kirchenkreis-hhsh.de
Link zur Website:
Prävention sexualisierter Gewalt - Kirchenkreis HH-SH
Link zum Ernstfall-Flyer:
Außerhalb der Kirche ist für Sie da:
UNA (Unabhängige Ansprechstelle für Betroffene von sexualisierter Gewalt in der Nordkirche)
Telefon: 0800 022 00 99
(anonym und kostenfrei)
Mo 9–11 Uhr und Mi 15–17 Uhr
Mail: una@wendepunkt-ev.de
www.wendepunkt-ev.de/una
Telefon: 040 42 10 70 010
Mo, Do, Fr 10.00 – 13.00 Uhr
Di und Mi 14.00 – 16.00 Uhr
Führungszeugnis
Ehrenamtliche, die mit Kindern und Jugendlichen arbeiten, beantragen für diese Tätigkeit ein erweitertes polizeiliches Führungszeugnis. Dieses Führungszeugnis legen Sie nach dem Vier-Augen-Prinzip Pastor*innen oder Kirchengemeinderatsmitgliedern vor. Diese entscheiden dann, ob die entsprechende Person für diese Arbeit geeignet ist. Die Einsichtnahme (ohne Bezug auf weitere Inhalte) protokollieren wir.
Ein Führungszeugnis kannst du Online beantragen (Link), oder vereinbarst einen Termin in einem Zentrum der Einwohnerangelegenheiten. Als Kirchengemeinde fordern wir dich auf, dieses vorzulegen und bestätigen deine ehrenamtliche Mitarbeit. Du bekommst für die Beantragung von uns ein entsprechendes Schreiben. Für ehrenamtlich Tätige ist die Beantragung des Führungszeugnisses kostenfrei.
